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Sechs Jahre UN-Behindertenrechtskonvention für Deutschland

mittendrin eV
Bild des Benutzers mittendrin eV

Liebe Leute,

seit nunmehr sechs Jahren ist die UN-Behindertenrechtskonvention für Deutschland rechtsgültig. Beim Aufbau eines inklusiven Bildungssystems aber hapert und hakt es noch an allen Enden.Wir in NRW haben neben einigen anderen Bundesländern immerhin schon erste gesetzliche Anpassungen - auch wenn diese noch weit von Regeln für ein inklusives Bildungssystem entfernt sind. Andere Bundesländer haben noch gar nichts oder fast gar nichts getan oder versuchen sich politisch herauszuwinden. Das wisst Ihr für Euer Bundesland sicherlich am besten.

Bei allen Unterschieden lässt sich die Situation in der Bundesrepublik aber auf einen Nenner bringen: Die Inklusion ist zwar in den Mündern, aber noch lange nicht in den Köpfen und Herzen der Menschen angekommen.
Im Gegenteil: Erleben wir doch zur Zeit den ersten großen Rückschlag in der öffentlichen und veröffentlichten Meinung - am heftigsten natürlich dort, wo der Aufbau inklusiver Bildung begonnen hat oder kurz vor der Entscheidung steht.
Überregionale Medien finden nichts dabei, das Ziel der inklusiven Bildung wieder grundsätzlich in Frage zu stellen - bzw. vorgeblich bedeutenden Menschen (Professoren, Politikern usw.) viel Platz einzuräumen, wenn sie behaupten, Inklusion sei ein Mißverständnis, eine spinnerte Idee, eine verquere Ideologie oder einfach nicht machbar oder auch wünschenswert. Die Sonderschullobby kämpft (erwartungsgemäß) um jeden einzelne Förderschule und vor allem dafür die Existenzberechtigung des Sondersystems neben womöglicher Inklusion zu zementieren. Lehrer- und Kommunalverbände haben sich angesichts durchaus berechtigter Ressourcenforderungen zum Teil in komplette Blockadehaltungen verstiegen (Wie machen Inklusion nur dann, wenn ...), und wie die ungeschminkte Meinung ist, kann man regelmäßig in den anonymen Beitragen der Foren von ZEIT, Spiegel online oder auch - besonders authentisch - z.B. bei News4Teachers nachlesen: unverblümte Forderungen nach Ausgrenzung, so dass einem übel werden kann.

Man könnte inzwischen Wetten darauf abschließen: Wirf Deinem Gesprächspartner das Wort "Inklusion" in den Ring, und die Reaktion wird lauten: schwierig/ ist doch nicht machbar/ viel zu teuer/ ist doch nur eine Sparmaßnahme.
In der nicht oder halb informierten öffentlichen Meinung ist inklusive Bildung zu einem Ding geworden, das eigentlich niemand will und das uns nur "von oben" aufgestülpt wird.
Eigentlich absurd angesichts dessen dass inklusive Bildung
- seit Jahrzehnten von den Betroffenen gefordert wird,
- seit Jahrzehnten von Schulen überall in Deutschland erfolgreich gelebt wird,
- nicht mehr und nicht weniger ist als ein Menschenrecht, dass in einer Demokratie eigentlich selbstverständliches Ziel sein sollte.

Wir haben uns - in Kooperation und in Auftrag einer ganzen Reihe anderer Elterninitiativen für Gemeinsames Lernen in NRW - entschlossen, dieser Stimmung mit einer breit angelegten Kampagne für inklusive Bildung entgegen zu treten.

- Die Kampagne trägt den Titel: "Inklusion - schaffen wir!"
- Sie startet Mitte April nach den Osterferien
- die Kampagne soll zeigen, dass Inklusion von vielen Menschen gewollt wird (und nicht, wie es jetzt scheint, die ganze Republik dagegen ist...)
- die Kampagne soll öffentlich machen, wie viele Menschen, Institutionen, Schulen, Initiativen Inklusion schon heute leben, dass es machbar ist und Spaß macht.

Die Kampagne besteht aus
1. Einer social media-Kampagne, die natürlich davon lebt, dass alle Befürworter der Inklusion ihren Teil dazu beitragen.
- Es wird eine Kampagnen-Webseite geben unter der Domain www.inklusion-schaffen-wir.de
- Es wird eine Facebook-Seite gleichen Titels geben
Wir werden diese Seiten füllen mit Fotos und Videos von Prominenten, die uns unterstützen und die unsere Kampagne auch über ihre eigenen social-media-Netze verbreiten
- und mit "Erklär-Videos", in denen Menschen aus dem (inklusiven) Leben zu beliebten Fragen Stellung nehmen, z.B. "Wie fängt man eigentlich an mit Inklusion?"

Alle anderen Menschen sind aufgefordert eigene Beiträge zu posten, also auch Ihr!
Postet und verlinkt Eure Blogbeiträge, Eure Erfahrungen, Eure Fotos und Videos aus Eurem Leben, am besten mit unserem Kampagnen-Logo (dessen Schablone Ihr ab der kommenden Woche bei uns bestellen könnt).

Setzt das Kampagnen-Logo auf Eure Webseite und verlinkt zu den Kampagnen-Seiten.
Gewinnt prominente und nicht prominente Unterstützer der Kampagne, die ebenfalls Fotos oder Videos mit dem Kampagnen-Logo herstellen und diese über ihre eigenen social-media-Netze verbreiten.
Lasst uns Facebook, Instagram, YouTube, Twitter und alle anderen mit unseren Inhalten zur Inklusion überschwemmen!

Wir werden die Kampagne mit entsprechender Presse- und Medienarbeit begleiten, die Ihr durch eigenen Pressearbeit unterstützen könnt.

2. Einer Großflächenplakat-Kampagne
Wir versuchen Prominente (bisher zugesagt Christian Ulmen und Annette Frier) zu überzeugen für unsere Kampagne auf Großflächenplakaten einzustehen
Wir werden im September/Oktober in NRW 1.000 Großflächen mit unserer Kampagne plakatieren.

Wünschenswert wäre, dass auch die Plakat-Kampagne bundesweit läuft. Dafür können wir trotz exzellenter Sonderkonditionen jedoch nicht genug Geld aufbringen. Falls Ihr in Eurem Bundesland/Eurer Stadt ebenfalls plakatieren möchtet und in der Lage seid dafür ein paar tausend Euro zu sammeln, wendet Euch bitte an uns!!!

3. Ergänzt wird das Ganze durch "Inklusions-Einsteigerpakete", mit denen Schulen, Jugendclubs und wer auch immer bei uns unterhaltsames und gutes Material zum Einstieg in das Thema Inklusion bestellen können.

4. Der Kampagnen-Party
Wir haben für den 2. November das Kölner E-Werk gebucht und wollen dort mit rd. 400 Gästen (Beteiligte der Kampagne, Unterstützer, Sponsoren) die Inklusion feiern. Die Party wird als Live-Stream übertragen und von entsprechender Presse- und Medienarbeit begleitet.

Wir bitten Euch herzlich und laden Euch ein: Tragt diese Kampagne mit!
Bestellt die Schablone des Kampagnen-Logos (siehe Anhang)
Fragt Eure Freunde und Bekannten, Euren Sportclub, die Freiwillige Feuerwehr, Eure Firma, den Kindergarten, die Schule, den Jugendclub, die Gewerkschaftsjugend und wer immer Euch sonst noch einfällt, mit Fotos, Videos für Inklusion einzustehen und Dieses zu posten und verbreiten.
Verlinkt und verbreitet die Kampagnen-Seiten.
Beteiligt Euch!
Meldet Euch, wenn Ihr Fragen habt!

Wir halten Euch auf dem Laufenden

Herzliche Grüße
Euer
mittendrin e.V.

Luxemburger Straße 189
50939 Köln
0221/ 33 77 630
http://www.eine-schule-fuer-alle.info/