Projekt Kinderrechte
Schon 1992 ratifizierte Deutschland die UN-Konvention über die Rechte des Kindes. Das Projekt untersuchte die Umsetzung der Kinderrechte für Kinder mit Behinderungen und kam zu einem erschreckenden Ergebnis: Kinder mit Behinderungen werden nicht mitgedacht, wenn Entscheidungen getroffen werden, die Kinder betreffen, sie tauchen an den „normalen" Orten einer Kindheit nicht auf, sie verschwinden in parallelen Strukturen. Höhepunkt des Projekts war die Tagung „Ungehindert Kind. Über das Menschenrecht, ein Kind unter Kindern zu sein" im Mai 2008. Ergebnisse des Projekts flossen in die Arbeit von örtlichen Gruppen von Gemeinsam leben - gemeinsam lernen und in die Landesarbeitsgemeinschaften ein, sowie in den 13. Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung. Eine Entwicklung, die uns besonders freut: Es wird darüber nachgedacht, Kinder mit Behinderungen mit allen ihren Bedürfnissen in das Kinder- und Jugendrecht aufzunehmen, weil sie in erster Linie Kinder und erst in zweiter Linie behindert sind.
Ein weiteres Ergebnis des Projekts wird das Buch: "Ungehindert Kind - Kinderrechte und Behinderung", ein Lese- und Praxisbuch für Eltern sein, das im März 2011 erscheinen wird.
Das Buch enthält Beiträge der Tagung „Ungehindert Kind", Interviews mit Eltern, Jugendlichen, 'Profis' aus Schule, Jugend- und Behindertenhilfe sowie Wissenschaft und Politik. Es schlägt den Bogen von Kinderrechten zur UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen, die die Bundesrepublik 2009 ratifiziert hat. Es zeigt, was geschafft ist und was noch zu tun bleibt, um Kinder mit Behinderungen in die Mitte der Gesellschaft zu holen. Es richtet sich an Familien, an Fachleute in Verwaltungen, Diensten und Schulen sowie an die politisch Verantwortlichen.


