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Projekt Persönliches Budget

"Projekt zum Aufbau funktionsfähiger Selbsthilfestrukturen zur Verstärkung des persönlichen Budgets mit Hilfe von Budget-Genossenschaften" - so lautet der korrekte Titel des vom September 2008 bis 31.12.2010 durchgeführten Projekts. Es wurde vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Rahmen des Programms zur Strukturverstärkung und Verbreitung von Persönlichen Budgets gefördert.

Aufgabe war, Persönliche Budgets für die berufliche Eingliederung von jungen Menschen mit Behinderung besser nutzbar zu machen und ihr Recht auf eine selbstbestimmte Berufswahl zu stärken. Dazu fanden umfangreiche Informationsveranstaltungen statt, wurden potentielle Budgetnehmer und deren Eltern beraten und in allen Phasen der Antragstellung unterstützt. Die BAG hat darüber hinaus Budgetnehmern angeboten, ihre Personalabrechnungen im Falle von Arbeitgebermodellen zu übernehmen. Ziel des Projekts war desweiteren die Gründung einer bundesweiten Budgetgenossenschaft, in der die aufgebauten Unterstützungsangebote auch nach dem Auslaufen der Projektförderung abrufbar sein sollten und in der sich Budgetnehmer zur Vertretung ihrer Rechte zusammenschließen könnten. Auch wenn dieses ehrgeizige Ziel auf Bundesebene nicht verwirklicht werden konnte, gibt es grundsätzlich die Möglichkeit, dass sich einzelne Budgetnehmer vor Ort zusammenschließen und einen Verein oder eine örtliche Budgetgenossenschaft gründen können - mit dem Ziel der gemeinsamen Verwaltung ihrer Persönlichen Budgets. Ein Leitfaden zur Gründung von örtlichen Gruppen ist im Rahmen des durchgeführten Projekts erstellt worden und kann sowohl für Genossenschaftsgründungen und als auch für Vereinsgründungen heruntergeladen werden.

Hier können Sie Einblick in die Projektarbeit nehmen: Der Abschlussbericht mit den Ergebnissen, einer kleinen statistischen Erhebung, einigen Negativ-Beispielen aus der Beratungspraxis und den daraus resulitierenden politischen Forderungen liegt vor.

Wie man Persönliche Budgets nutzen und auch für den Übergang von der Schule in die Arbeitswelt einsetzen kann, können Sie unter den Themen Persönliches Budget und Übergang Schule - Beruf erfahren.


Innerhalb des Projekts ist das Handbuch entstanden: „Von der Schule in die Arbeitswelt – Wie geht das mit demHandbuch Persönlichen Budget?" Das Handbuch stellt das Persönliche Budget vor, welche Maßnahmen von der Agentur für Arbeit im Übergang von der Schule in den Beruf genutzt werden können und wie man Persönliche Budgets z.B. für eine alternative Umsetzung des Berufsbildungsbereichs in eine Werkstatt nutzen kann (siehe auch unter > Themen > Persönliches Budget.

Das Handbuch kann gegen einen Unkostenbeitrag von 5,- € bei der BAG erworben werden (dazu bitte Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. anfordern).


Leider konnte keine Form gefunden werden, das Projekt und die weiterhin sehr notwendige Beratung von Eltern und potentiellen Budgetnehmern in der Phase der Antragstellung aufrecht zu erhalten. Mit diesem Problem sind wir jedoch nicht alleine konfrontiert: Fast alle Projekte, die im Rahmen des Programms zur Strukturverstärkung des Persönlichen Budgets gefördert wurden, erhalten nunmehr keine weitere Finanzierung aus der öffentlichen Hand. Das wirkt sich gerade für die Inanspruchnahme Persönlicher Budgets für Maßnahmen im Übergang von der Schule in den Beruf bzw. für berufliche Eingliederung ausgesprochen negativ aus. Wie das Projekt gezeigt hat, ist unabhängige Beratung in dem gesamten Prozess der Antragstellung unumgänglich!

Ein Bwichtigeratungsangebot "auf kleiner Flamme" können wir indes anbieten: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. steht im Rahmen der ehrenamtlichen Vorstandsarbeit weiterhin für vereinzelte Beratungen zur Verfügung. Darüberhinaus können wir bei Bedarf Schulungen und Informationsveranstaltungen zu diesem Thema durchführen. Wenn es jedoch darum geht, eine weitergehende Unterstützung während des Antragsverfahrens zu leisten, insbesondere die Erstellung von Teilhabekonzepten, so kann dies nur gegen eine finanzielle Beteiligung erfolgen. Sie ist erreichbar unter: 05883 / 98 97 345.


Zu guter Letzt möchten wir Allen für die gute Zusammenarbeit im Rahmen dieses Projekts danken; wir freuen uns über jedes einzelne Persönliche Budget, das mit unserer Hilfe auf den Weg gebracht werden konnte und wünschen allen Budgetnehmer/innen viel Erfolg auf ihrem Weg!