Zukunftkonferenzen
Ziel einer persönlichen Zukunftsplanung ist es, gemeinsam mit anderen Menschen über das eigene Leben und die eigene Zukunft nachzudenken. Gerade wenn man nicht so recht weiß, wie es weiter gehen soll, zum Beispiel am Ende der Schulzeit, ist es sinnvoll, sich über die Ziele, Wünsche, Träume auszutauschen und gemeinsam mit anderen zu planen.
Folgenden Fragestellungen kann dabei nachgegangen werden:
- Welchen Weg soll ich nach der Schule beschreiten? Soll ich in die Werkstatt gehen oder eine andere Alternative ausprobieren?
- Welches sind überhaupt meine Ziele? Was könnte ich beruflich machen?
- Was soll einmal aus mir werden?
- Was kann ich gut? Was sind meine besonderen Stärken?
- Worin benötige ich noch Unterstützung?
- Wie und wo könnte ich wohnen?
- Wer kann mich auf meinem Weg unterstützen?
Bei einer Persönlichen Zukunftsplanung geht es also vor allem darum, Entscheidungshilfen und Unterstützung zu bekommen bei der Frage, wie es mit dem eigenen Leben weitergehen kann. Dies kann auch für Eltern hilfreich sein, die an der Schnittstelle Schule / Beruf oftmals auch nicht wissen, welche Wege für ihre Töchter und Söhne beschritten werden können und die in diesem Entscheidungsprozess oftmals alleine gelassen werden.
Zur Teilnahme an einer Persönlichen Zukunftsplanung werden Menschen eingeladen, die die Person, um die es gehen wird, gut kennen. Diese bilden dann den sogenannten „Unterstützerkreis". Ein Unterstützerkreis ist insbesondere für das Leben von Menschen mit kognitiven Einschränkungen sehr wichtig - sie brauchen Unterstützung, um die immer wieder anstehenden Entscheidungen auf ihrem Lebensweg gut treffen zu können. Dabei ist es auch gut, wenn es nicht nur die Eltern sind (oder später die gesetzlichen Betreuer), die diese Unterstützung bieten können, sondern auch andere, befreundete Personen.
Diese Graphik ist der Veröffentlichung in bidok von Ines Boban und Andreas Hinz entnommen (siehe unten).
Wichtig ist: Die Person, die für sich eine Persönliche Zukunftsplanung macht (oder machen lässt), steht im Mittelpunkt. Es ist ihre Zukunftsplanung; es geht um ihre Wünsche und Ideen. Sie entscheidet selbst, was sie möchte, welche Ideen ihr gefallen und was genau gemacht werden soll. Es geht um ihr Leben, also gilt der Spruch „Nicht über mich ohne mich!" bei einer Persönlichen Zukunftsplanung noch viel mehr.
Hier am Beispiel von Melanie eine Zukunftsplanung, die 2002 durchgeführt wurde.
Eine inklusive Weiterbildung zur Persönlichen Zukunftsplanung findet im Jahr 2012 statt (Anmeldungsfrist ist bis 11.11.2011!); Veranstalter sind die Hamburger Arbeitsassistenz und Leben mit Behinderung, Hamburg; das Programm kann hier eingesehen werden.
Hilfreiche Links zu diesem Thema sind die Seiten von:
- people first
- "I want my dream" von Stefan Doose
- Präsentation von Stefan Doose vom Sept. 2010 anlässlich der Veranstaltung "Neue Wege zur Inklusion - Persönliche Zukunftsplanung, personzentrierte Dienstleistungen und Sozialraumorientierung"
- "Persönliche Zukunftskonferenzen" von Ines Boban und Adreas Hinz
- wikipedia


